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Crash Depot & ETF Strategie

Absturz voraus, die Börsen brechen ein und die nächste Finanzkrise wird die schlimmste die wir je gesehen haben. Nachrichten wie diese verunsichern viele Anleger und vor allem Privatinvestoren. Was aber wenn die Börsen wirklich irgendwann einbrechen und das eigene Depot mit einem hohen zweistelligen Prozentwert im Minus rangiert. Sollte man dann doch alle im Depot befindliche Werte verkaufen, einen erheblichen Verlust hinnehmen, um am Ende nicht noch einen Totalverlust zu erleiden? Für viele sicher eine Horrorvorstellung, sein hart erarbeitetes und gespartes Geld schneller zu verlieren wie man es verdienen konnte.

 

Natürlich gehört in solchen Zeiten ein erhebliches Maß an Disziplin dazu gelassen zu bleiben, seiner Auswahl der richtigen Unternehmen, dessen Aktien und deren Fortbestand zu vertrauen und in günstigen Marktphasen weiterhin fleißig zu investieren um am Ende überproportional von hoffentlich wieder steigenden Kursen und einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite profitieren zu können.

 

Wer keine Nerven hat in einzelne Aktien zu investieren, für den eignen sich Indexfonds, sogenannte Exchange Traded Funds (ETF), welche einen Index wie z.B. den DAX, MDAX, TecDAX oder Dow Jones abbilden und nicht aktiv von einem Fondsmanager verwaltet werden. Dies hat ungeachtet der neuen, seit 2018 in Deutschland in Kraft getretenen Steuerreform den Vorteil, dass sich die jährlichen Verwaltungskosten in einem angemessenen Rahmen bewegen und zugleich den ganzen Index abbilden. Somit entfällt das Risiko bei Investitionen in einzelne Unternehmen und einer möglichen Insolvenz derer, einen erheblichen Verlust zu erleiden. Außerdem eignen sich ETF meines Erachtens in solchen Zeiten sehr gut dazu ein Crash-Depot zu bestücken, womit wir nun zum eigentlichen Thema dieses Artikels kommen.

 

Die Handhabung eines Crash-Depots könnte sich nun also folgendermaßen gestalten. Jedes Mal, wenn der favorisierte Index oder die favorisierten Indizes wie beispielsweise der DAX oder auch der TecDAX um einen gewissen Prozentbetrag von seinem letzten Hoch gefallen ist, investiert man einen bestimmten Betrag in ETF des jeweiligen Index. Dazu sollte man sich im Vorfeld überlegen welche Hürden beim Absturz erreicht werden sollen und welche gewissen Beträge dann investiert werden. Um dies besser zu veranschaulichen habe ich folgende Tabelle beigefügt.

 

Rückgang DAX

Zukauf ETF DAX

5 %

1.000 €

10 %

1.250 €

15 %

1.500 €

20 %

2.000 €

30 %

3.000 €

40 %

4.000 €

50 %

5.000 €

 

Die Tabelle zeigt nun, dass man gewiss keine Angst vor einem Absturz der Börsen haben muss, sofern man denn bereits im Vorhinein einen Plan für einen möglichen Börsencrash im Hinterkopf hat. Meines Erachtens empfehlenswert ist für viele Anlage in solchen Fällen eine Investition in ETF, welche ein physisches Abbild des Index, also die entsprechenden Aktien und keine synthetische Nachbildung in Form von SWAPS mit einem entsprechenden Emittenten Risiko innehaben. Darüber hinaus empfiehlt sich bei der Auswahl des Produktes auf die jährlichen Verwaltungskosten zu achten und diese entsprechend ihrer Höhe zu vergleichen. Weiterhin ist auch die Höhe der Dividenden ein aus meiner Sicht wichtiger Punkt, um während der Haltedauer von den Gewinnbeteiligungen partizipieren zu können.

 

Liebe Anleger, mit dieser Strategie in der Trickkiste freue ich mich bereits jetzt auf den nächsten Crash, um für das ETF-Crash-Depot weitere, günstige Zukäufe generieren zu können.

 

Für Ihre Anlage wünsche ich Ihnen stetes steigende Kurse, reichlich Dividende und eine fantastische Rendite.

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